Die Veranstaltungsreihe “TUM Talks on Architecture” wird vom Fachgebiet Architektur und Kulturtheorie der TU München in Kooperation mit der ARCH+ und der Bayerischen Architektenkammer veranstaltet wird. Zu den Referenten und Gästen im Sommersemester 2017 gehören Yehoshua Chmiel, Sandra Hofmeister, Anetta Kahane, Markus Krajewski, Jasmin Meerhoff, Winfried Nerdinger, Anh-Linh Ngo, Zsuzsanna Stánitz und Stephan Trüby. Poster-Design: Meiré und Meiré.

Es treffen sich im Sommersemester 2017:

Anetta Kahane, Yehoshua Chmiel, Zsuzsanna Stánitz, Winfried Nerdinger und Anh-Linh Ngo
Rechte Räume
16.05.2017, 19:00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum
Brienner Straße 34, München

Moderation: Stephan Trüby
Grußwort: Christine Degenhart, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer

Mit dem Aufschwung rechtspopulistischer Politik ist auch die Architektur ins Visier der Rechtsnationalen geraten. Vor allem auf dem Land machen sich zunehmend „rechte Räume“ breit, die mit „No-Go-Areas“ für Menschen mit Migrationshintergrund einhergehen. Aber auch in den Innenstädten sind derzeit Besorgnis erregende Tendenzen zu erkennen, wenn z.B. der thüringische AfD-Politiker Björn Höcke klagt: „Ein Volk, das keine Denkmäler mehr errichtet, sondern nur noch Mahnmale, hat keine Zukunft“ oder sich der AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt André Poggenburg über die „unschöne Ästhetik“ des Berliner Holocaust-Mahnmals ereifert und empfiehlt, man könnte „etwas anderes hinstellen“, mit „mehr Atmosphäre“. Es scheint, nichts weniger auf dem Spiel zu stehen, als der mühsam erarbeitete bundesrepublikanische Konsens eines „Nie wieder“.

Markus Krajewski, Jasmin Meerhoff und Stephan Trüby
Über Korridore und andere Dienstbarkeitsarchitekturen*
27.06.2017, 20:00 Uhr
Bayerische Architektenkammer
Waisenhausstr. 4, München

Moderation: Sandra Hofmeister
*Mit zwei Buchpräsentationen:

Krajewski / Trüby / Meerhoff (Hrsg.): Dienstbarkeitsarchitekturen (Wasmuth 2017) und Trüby: Geschichte des Korridors (Fink 2017)

Kein König kommt ohne Hofstaat aus, kein Herr ohne Dienerschaft – und doch ist neben dem Konzept der Herrschaftsarchitektur die Analyse einer Dienstbarkeitsarchitektur bis dato weitestgehend vernachlässigt geblieben. Das Buch bietet verschiedene Blicke hinter die Kulissen der Macht und in die dort vorhandenen Service-Konstellationen, die durch architektonische Einrichtungen ermöglicht werden. Dabei wird ein historischer und interdisziplinärer Bogen von den antiken römischen Villen über die dienstleistende Funktion von Korridoren, die "smart homes" der Gegenwart bis zum Begriff der Architektur in der Softwareentwicklung geschlagen. Im Fokus steht die Frage, in welcher Weise Raum, Medien und "user" in einem Dienstverhältnis zueinander stehen und wie sich dieses jeweils neu konfiguriert. Versammelt sind in diesem Buch kunst- und architekturhistorische, soziologische sowie kultur- und medienwissenschaftliche Beiträge. Neben konkreten Bauten wie der Wiener Hofburg und den Houses of Parliament sind auch Krankenhauskorridore und Flughafenterrassen Gegenstand der einzelnen Studien. 

Der Korridor gehört keinesfalls zu den gepriesenen Räumen. Auf Sympathien kann er kaum hoffen. Er scheint dazu verdammt, seine Bahnen durch Elends-Cluster ziehen zu müssen. »(...) ein widerwärtiger Dunst schlug uns entgegen, als wir oben durch den langen Korridor schritten.« So berichtet beispielsweise Theodor Storms Erzähler in Pole Poppenspäler. Auch Walter Benjamin schildert in seinen Portraits bürgerlicher Interieurs des ausgehenden 19. Jahrhunderts wenig Erhebendes aus »langen Korridoren«: Sie seien »allein der Leiche eine adäquate Behausung«. Korridore gelten üblicherweise als »dunkel«, »finster« und »endlos«. Sind wir in ihnen dem auf der Spur, was man »Un-Architektur« nennen könnte?

Es trafen sich im Wintersemester 2016/17:

Klaus Jan Philipp
Kunstgeschichtliche Methoden der Architekturforschung
24.10.2016, 18:00 Uhr
Studio Prof. Hild, Raum 4160 
Arcisstr. 21, TU München

Moderiert von Stephan Trüby
Veranstaltung in deutscher Sprache

 

 

 

 

 

 

 

Armen Avanessian, Elad Horn, Uta Leconte, Dasha Paramonova & Liska Surkemper
On Accelerationism, Finance and Architecture
29.11.2016, 19:00 Uhr
Bayerische Architektenkammer
Waisenhausstr. 4, 80637 München

Moderiert von Stephan Trüby
Veranstaltung in englischer Sprache

 


  

 

 

 

 

Markus Allmann, Arno Brandlhuber, Rudolf Häusler, Anh-Linh Ngo & Anna Yeboah
Legislating Architecture
13.12.2016, 19:00 Uhr
Bayerische Architektenkammer
Waisenhausstr. 4, 80637 München

Moderiert von Stephan Trüby
Veranstaltung in deutscher Sprache

Mit Heftpräsentation ARCH+: Legislating Architecture

 


  

 

 

 

Es trafen sich im Sommersemester 2016:

Andreas Hild & Miroslav Šik
Analoge Architektur
moderiert von Prof. Stephan Trüby, Einführung von Elena Kossovskaja
10.05.2016, 19:00 Uhr
Vorhoelzer Forum TU München 
Arcisstr. 21, 80333 München

Miroslav Šik is swiss architekt and lives in Zurich and Prague. He was born as the son of reform-minded economist Ota Šik in Prague in 1953. Following the Soviet occupation of Czechoslovakia, the family emigrated to Switzerland in 1968. Miroslav Šik studied architecture at ETH Zurich under Aldo Rossi and Mario Campi from 1973 to 1979. Up to 1991, Šik then taught at ETH Zurich in the position of assistant lecturer. As theoretician and initiator of Analogue Architecture Šik launched numerous exhibitions in Zurich, Vienna, Berlin, Strasbourg, Oslo, Stockholm and Prague between 1986 and 1991. Since 1988, he has also maintained an architecture firm of his own in Zurich. After stints as visiting professor in Prague and Lausanne in the 1990s, he was nominated Professor of Architecture and Design at the Swiss Federal Institute of Technology (ETH) Zurich in 1999. He was invited to design the Swiss Pavillon at the 13th Architecture Bienalle in Venice 2012. His most important work as an architect includes the congress and hotel center La Longeraie in Morges, the residence for musicians at Bienenstrasse in Zurich, and the housing projects for the housing cooperative Mehr als Wohnen in Zurich.

Andreas Hild ist ein deutscher Architekt. Er studierte Architektur an der Technischen Universität München und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich bei Miroslav Šik. Hild zählte zu den ersten Studenten, mit denen Šik das Konzept der Analogen Architektur entwickelte. 1992 erfolgte die Gründung des Architekturbüros "Hild und Kaltwasser", das nach dem Tod von Tillmann Kaltwasser als "Hild und K Architekten" weitergeführt wurde. Büropartner und -teilhaber ist Dionys Ottl. Das Büro ist in erster Linie in den Bereichen Bauen im Bestand, Wohnungsbau sowie Büro- und Gewerbebau tätig. Hild und K Architekten zeichnen sich durch eine unangepasste Haltung gegenüber architektonischen Konventionen aus. Tabus wie das noch in den 90er Jahren gültige Verdikt des Ornaments oder das denkmalpflegerische Gebot zur säuberlichen Trennung von Bestands- und Neubau sind nicht ihre Themen. Hergebrachte Grenzen stellen sie im Rahmen einer intellektuellen Neukonzeption in Frage. Der Schwerpunkt des architektonischen Schaffens von Hild und K Architekten liegt in München. Die hier vorgefundene Formensprache – etwa der Schule um Theodor Fischer – entwickeln sie fort und interpretieren sie zugleich in ganz zeitgenössischer Art und Weise neu. Hild war Gast- oder Vertretungsprofessor an der Universität Kaiserslautern, der Fachhochschule München, der HfbK Hamburg, der TU Graz und der TU Darmstadt. Seit Oktober 2013 hat er die Professur für Entwerfen und Denkmalpflege an der Architekturfakultät der TU München inne. Er hält Vorträge in ganz Deutschland, Europa und den USA. Neudings tritt er in der von Enie van de Meiklokjes moderierten SWR-Fernsehsendung "Nie wieder keine Ahnung - Architektur" zusammen mit Raimund Wünsche als Experte auf.

Stephan Trüby
Architektur (-Theorie) und Polemik
03.06.2016, 11:00 Uhr
Vorhoelzer Forum TU München
Arcisstr. 21, 80333 München

Prof. Dr. phil. Stephan Trüby AADipl., Professor für Architektur- und Kulturtheorie spricht zum Verhältnis von "Architektur (-Theorie) und Polemik"

 

 

 

 

 

 

Alexander Brodsky & Yuri Palmin
On Images and Architecture
moderiert von Prof. Stephan Trüby, Einführung von Elena Kossovskaja
in englischer Sprache
28.06.2016, 19:00 Uhr
Lothringer13_Halle
Lothringerstr. 13, München

Alexander Brodsky is russian artist and architect. He graduated 1978 from Moscow Architectural Institute. Alexander Brodsky was one of the leaders of Russian 'paper architects' from the late 1970s to 1980s, and won many international competitions for utopian architectural projects. His 'Settlement' project was exhibited in the Russian Pavilion at the 2006 Venice Architecture Biennale, and subsequently in the first private Russian Museum of Contemporary Art. Alexander Brodsky creates work that explores his interest in ideas of cultural history, time, memory, and urban environments. Through architectonic forms and the use of serialization, he is able to critically analyze his personal history, as well as the social history of his native Russia and the dissolution of Soviet power. Many of his sculptural installations – acting as indices of memory and the passage of time – and include cities, bodies, and mass-produced or handmade objects that become the loci of cultural and psychological experience.

Yuri Palmin is architectural photographer and started his professional career in 1989. Palmin works as a tutor in British Higher School of Art and Design, Moscow, co-taught a course of Urban Studies at MARCH School. He is Co-founder of the Institute of Modernism, non-profit research organization formed in Moscow in 2014. He worked on assignments from Alexander Brodsky, McAdam Architects, Skuratov Architects, Nikolay Lyzlov and others. Palmin participated in art projects with renowned Russian artists Alyona Kirtzova, Vladislav Efimov, and Alexander Brodsky. He accompanied Brodsky installations such as Rotunda, Cloud Café, or Ice House in Pirogovo and created unforgettable images by which the temporary installations by Brodsky became prominent worldwide. For his work 2014, Winter Journey, inspired by the figure of a Swiss architect Luigi Pelli (1771-1861), he repeated his journey in XXI; and that is where the most exciting and unpredicted encounter between matter and memory took place. Palmin is working currently with Elena Kossovskaja on the exhibition Swiss Siedlungen, which explores The Housing Question, possibly the biggest social, and architectural issue of the last century, by the examples of the selected swiss housing estates. The exhibition will be shown in Moscow in May 2016.

Matthias Görlich, Verena Hartbaum, Andres Lepik & Stephan Trüby
Germania, Venezia*
moderiert von Mathieu Wellner
05.07.2016 19:00 Uhr
Lothringer13_Halle
Lothringerstr. 13, München

*mit Buchvorstellung: Germania, Venezia. Die deutschen Beiträge zur Architekturbiennale Venedig seit 1991. Eine Oral History, herausgegeben von Stephan Trüby und Verena Hartbaum

 

 

 

 

 

Es trafen sich im Wintersemester 2015/16:

Arno Brandlhuber, Peter Haimerl, Stefan Höglmaier & Elisabeth Merk,
moderiert von Prof. Stephan Trüby
More for Less
20.11.2015, 19:00 Uhr
Studio Prof. Hild, Raum 4160 (4. OG)
Arcisstr. 21, München

Alle größeren Städte stehen, nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingskrise, vor der drängenden Aufgabe, den wachsenden Bedarf an leistbaren Wohnraum zu decken. Es handelt sich dabei nicht nur um eine gesellschaftspolitisch relevante Bauaufgabe, sondern ist auch von der Größe des Marktsegments her für die Immobilienbranche wieder ein interessantes Tätigkeitsfeld. Da die konzeptuelle Weiterentwicklung des Wohnungsbaus seit dem weitgehenden Rückzug der öffentlichen Hand aus dem geförderten Wohnungsbau hauptsächlich im mittleren oder gehobenen Preissegment stattgefunden hat (Stichwort Baugruppe), wäre es an der Zeit, die Innovationen, die es in diesem Bereich durchaus gegeben hat, auf den kostengünstigen, öffentlich geförderten Wohnungsbau zu übertragen und inhaltlich zu diskutieren.

Bei der Veranstaltung geht es konkret um die Frage, wie man mit planerischen Mitteln mehr Qualität für weniger Geld schaffen kann. Das Motto könnte daher lauten: More for less! Mehr räumliche Qualität, weniger teure Oberflächen und Standards. Es geht dabei um Strategien und Lösungen, die vom Preissegment her die Bedingungen des kostengünstigen Wohnungsbaus erfüllen und gleichzeitig durch den intelligenten Einsatz architektonischer Mittel die Möglichkeiten gehobenen Wohnens bieten.

Philipp Felsch & Eva Geulen
Theoriesommer - Theoriewinter*
13.01.2016, 19:00 Uhr
BDA Bayern
Türkenstr. 34, München

*mit Heftpräsentation ARCH+ 221: 1001 Theorien

 

 

 

 

 

 

 

Pablo Bronstein & Sam Jacob
Radical Postmodernism and Architecture
19.01.2016, 19:00 Uhr
Studio Prof. Hild, Raum 4160 (4. OG)
Arcisstr. 21, München

 

Im Sommersemester 2015 trafen sich:

Jürgen Mayer H. & Philip Ursprung 
Über Kunst und Architektur
09.06.2015, 19:00 Uhr
Architekturmuseum der TU München
Barerstr. 40 (Pinakothek der Moderne)

Jürgen Hermann Mayer ist ein deutscher Architekt und Künstler. Er ist Leiter des Architekturbüros J. MAYER H. in Berlin und nennt sich Jürgen Mayer H., um Verwechslungen zu vermeiden. Mayer absolvierte sein Studium der Architektur an der Universität Stuttgart, am Cooper Union-College in New York, sowie an der Princeton University. Ab 1996 wurde er als Architekt tätig. Er lehrte bereits selbst an mehreren Hochschulen wie der UdK Berlin, der Graduate School of Design an der Harvard University, der Architectural Association School of Architecture in London, der TU München und der Columbia University in New York. Mayer erhielt mehrere renommierte Auszeichnungen und ist mit Projekten in verschiedenen Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum of Modern Art (MoMA) New York und MoMA San Francisco. Mayer realisierte ab 2010 viele Projekte in Georgien, gefördert von Präsident Micheil Saakaschwili, wie den Flughafen in Mestia, eine futuristische Tankstelle bei Tiflis, einen Grenzposten mit Aussichtsterrasse bei Sarpi und Polizeistationen.

Philip Ursprung, 1963 geboren in Baltimore, MD, USA; 1983-1993 Studium der Kunstgeschichte, Allgemeinen Geschichte und Germanistik in Genf, Wien und Berlin; 1989 Licence ès Lettres, Université de Genève; 1993 Promotion, Freie Universität Berlin; 1999 Habilitation, ETH Zürich; 1992-93 Assistent und Oberassistent Departement de l’histoire de l’art, Université de Genève ; 1993-1999 Oberassistent Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Zürich; 1997-2000 Gastprofessur Ecole Supérieure d’Art Visuel, Genf; 1998 Gastprofessur Kunsthochschule Berlin-Weissensee; 1999 Lehrstuhlvertretung ETH Zürich; 1999-2001 Lehrstuhlvertretung Hochschule der Künste Berlin; 2001-2002 Lehrstuhlvertretung Universität Basel; 2002 Lehrstuhlvertretung Universität Zürich; 2001-2005 SNF-Förderungsprofessur für Geschichte der Gegenwartskunst, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Zürich; 2005-2011 Professor für Moderne und zeitgenössische Kunst am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich; 2007 Gastprofessur Graduate School of Architecture, Planning and Preservation, Columbia University New York; 2011 Visiting Professor BIArch, Barcelona Institute of Architecture; seit 2011 Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich.

Alain Thierstein & Georg Zoche
Über Ökonomie und Architektur
16.06.2015, 19:00 Uhr
BDA Bayern
Türkenstr. 34, München

Mit Buchpräsentation von Buurman/Trüby (Hrsg.): Geldkulturen. Ökonomische, philosophische und kulturtheoretische Perspektiven (Fink 2014)

Alain Thierstein studierte von 1978 bis 1984 Wirtschaftswissenschaften an der Universität St.Gallen. Zwischen 1985 und 1987 weilte Alain Thierstein mit einem Nachwuchsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds für einen Forschungsaufenthalt in Karlsruhe am Fraunhofer-Institut Systeme und Innovationsforschung (ISI). Nach dem Doktorat 1987 war Thierstein tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität St.Gallen. Ab 1993 war er Ständiger Dozent für Regionalökonomie sowie ab Juli 1998 Leiter des Kompetenzbereiches Regionalwirtschaft am Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus. 2000 wurde er als Assistenzprofessor für Raumordnung ans Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung (ORL-Institut) der ETH Zürich berufen. Seit Anfang 2005 arbeitet Alain Thierstein als ordentlicher Professor für Raumentwicklung an der Technischen Universität München. Nebenbei wirkt er als Partner bei Ernst Basler + Partner AG in Zürich. Thiersteins Arbeitsschwerpunkte sind Regional- und Stadtentwicklung, insbesondere wissensbasierte Unternehmenstätigkeiten, Raumentwicklungspolitik sowie Evaluation von Politikmaßnahmen.

Georg Zoche, geboren 1968, studierte Maschinenbau sowie Philosophie und entwickelte 1987 einen turbogeladenenen 2-Takt-Diesel-Flugmotor, für den er 1992 den Philip-Morris-Forschungspreis erhielt. Seit über zehn Jahren setzt er sich mit dem Thema „Global Governance“ auseinander. Er ist Mitbegründer der Transnationalen Republik und war in dieser Eigenschaft Teilnehmer an zahlreichen Veranstaltungen im In- und Ausland (u.a. Biennalen Turin und Venedig, i-n-k Kopenhagen, Schauspielhaus Hamburg, Münchner Kammerspiele, micronations summit, Helsinki, Shedhalle Zürich, Bundeskunsthalle Bonn, Kunsthalle Hamburg, Wedding Circle Gallery Sydney). Zeitweise Exotica-DJ im Münchner Atomic Café, veröffentlichte er 2009 sein erstes Buch "Welt Macht Geld" (München: Blumenbar).

Susanne Hauser & Jochen Hörisch
Über Kulturtheorie und Architektur
07.07.2015, 19:00 Uhr
BDA Bayern Türkenstr. 34, München

Susanne Hauser ist Kulturwissenschaftlerin und Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft am Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung der Universität der Künste Berlin. Geb. 1957 in Mönchengladbach, studierte sie 1977-82 Geschichte, Kunstgeschichte, Linguistik, Philosophie und Germanistik in Bonn, Freiburg und Berlin. Von 1983-88 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin (Semiotik) und schloss ihre Promotion 1989 ab. 1995/96 war Susanne Hauser Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1999 erfolgte ihre Habilitation. Susanne Hauser übte Lehrtätigkeit aus in Berlin, Innsbruck und Stockholm. Von 2000- 2003 hatte sie eine Gastprofessur an der Universität Kassel inne.

Jochen Hörisch ist ein deutscher Literatur- und Medienwissenschaftler. Hörisch studierte von 1970 bis 1976 Germanistik, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Düsseldorf, Paris und Heidelberg. Nach seiner Habilitation 1982 war er Privatdozent und Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 1988 ist er Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit bietet er regelmäßig ein Seminar zu den "aktuellen Inszenierungen" des Nationaltheater Mannheim an. Das Seminar findet in enger Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater statt und ermöglicht den Studenten Gespräche und Diskussionen mit Schauspielern, Dramaturgen und Regisseuren des Theaters. Gastprofessuren bekleidete er 1986 an der Universität Klagenfurt, 1993 an der École Normale Supérieure in Paris, 1996 an der University of Virginia, 1999 an der Princeton University und 2002 an der Indiana University. Jochen Hörisch ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Im Jahr 2000 erhielt Hörisch den Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung. 2010 gründete er mit Alexander Dill die Deutsche Tilgungsinitiative, wobei Hörisch der erste Tilger war.

Burcu Dogramaci & Dietrich Erben
Architektur als Buch
14.7.2015, 19:00 Uhr
BDA Bayern Türkenstr. 34, München

Burcu Dogramaci ist Professorin für Kunstgeschichte am Department Kunstwissenschaften Der Ludwig-Maximilians-Universität München. Geboren in Ankara. Promotion über die Mode- und Pressegraphik der Weimarer Republik und die Berliner Modezeichnerin Lieselotte Friedlaender. Habilitation an der Universität Hamburg zu Kulturtransfer und nationale Identität. Deutschsprachige Architekten, Stadtplaner und Bildhauer in der Türkei nach 1927. Seit 2009 Professorin für Kunstgeschichte an der LMU München. Außerdem ist Burcu Dogramaci als Kunstkritikerin für verschiedene Medien tätig.

Dietrich Erben studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik. 1994 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Augsburg. Gleichzeitig Arbeit in der Denkmalpflege und Beteiligung an Ausstellungsprojekten. Nach der Promotion Habilitationsstipendien des Kunsthistorischen Institutes/Max Planck Institut in Florenz und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2001-2003 Oberassistent an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (Departement Architektur). 2002 erfolgte dort die Habilitation. 2003-2009 Professor für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Frühe Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum. Zum Wintersemester 2009/10 Berufung auf den Lehrstuhl für Theorie und Geschichte von Architektur, Kunst und Design an der Technischen Universität München. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kunst- und Architekturgeschichte seit der Frühen Neuzeit, insbesondere in der politischen Ikonographie, der Architekturtheorie und der Geschichte der internationalen Kunstbeziehungen.

  

Im Wintersemester 2014/15 trafen sich: 

Thomas Grunwald & Heiner Mühlmann
Über Neurowissenschaften und Architektur
12.12.2014, 20:00 Uhr
TU München, Arcisstr. 21
Vorhoelzer Forum

 

 

 

   

 

 

 

 

 

Zvi Efrat & Ines Weizman
On Ideology and Architecture
13.01.2015, 20:00 Uhr
TU München, Arcisstr. 21
Raum 4160

Zvi Efrat, architect and architectural historian, is Head of the Department of Architecture at the Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem and partner at Efrat-Kowalsky Architects. He has taught at several universities, lectured worldwide, published extensively in various periodicals and anthologies, and curated numerous exhibitions in Israel and in Europe, including: Borderline Disorder (The Israeli Pavilion at the 8th Architectural Biennale, Venice, 2002). His book, The Israeli Project: Building and Architecture 1948-1973 , was published in 2004. The Office of Efrat-Kowalsky Architects specializes in the design of museums and in the re-programming and re-use of existing institutions and structures. Among the office projects are the re-organization, renovation and new additions to the Israel Museum, Jerusalem;  a new addition to the Holocaust Museum in Kibbutz Lohmei Hagetaot; preservation and new additions to the City Museum of Tel Aviv. The office participates in the Ordos100 project, Inner Mongolia, China.    

Ines Weizman is an architect and theorist based in London and Weimar. She was trained as an architect at the Bauhaus University Weimar and the Ecole d’Architecture de Belleville in Paris, Cambridge University, and the Architectural Association where she completed her PhD thesis in History and Theory. She taught at the Architectural Association, Goldsmiths College London, the Berlage Institute of Architecture in Rotterdam and the London Metropolitan University and holds currently a position as a Professor für Architectural Theory at Bauhaus Universität Weimar.    

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Professur für Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege (Prof. A. Hild) 

20.01.2015, 20:00 Uhr
Arno Brandlhuber & Christian Kerez
Über Texte und Architektur
TU München, Vorhoelzer Forum
Arcisstr. 21
80333 München

Arno Brandlhuber ist ein in Berlin ansässiger deutscher Architekt und Hochschullehrer. Nach dem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Accademia del Arte in Florenz trat Brandlhuber zunächst in Projektpartnerschaft mit Zamp Kelp und Julius Krauss auf. Es folgte eine langjährige Partnerschaft mit Bernd Kniess unter dem Namen b&k+, ehe Brandlhuber unter dem Namen Brandlhuber+ begann, in offenen, wechselnden Projektpartnerschaften zu arbeiten. Seit 2003 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Architektur- und Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Zusammen mit Anna-Catharina Gebbers, Silvan Linden und Christian Posthofen ist Arno Brandlhuber Initiator des Veranstaltungsformats Akademie c/o in Berlin, einem Ableger des gleichnamigen, von Brandlhuber geleiteten Studiengangs in Nürnberg. Bei Vorträgen und in öffentlichen Seminaren beschäftigt sich Akademie c/o, nach deren Verständnis Architektur das „Ordnen von sozialen Beziehungen durch Gebautes“ ist, in erster Linie mit der „Raumproduktion der Berliner Republik“. Im Jahr 2006 gründete Brandlhuber sein eigenes Atelier, erwarb ein Baugrundstück in Berlin-Mitte (Brunnenstraße 9) und errichtete dort ein selbstgenutztes Atelier- und Galeriehaus. In Berlin beschäftigt er sich seit den 2010er Jahren intensiv mit einem 1977 entstandenen Stadtmodell, genannt Das grüne Archipel – Die Stadt in der Stadt. Dabei geht es um die Erhaltung der Heterogenität ebenso wie um kostengünstiges Bauen mit möglichst geringen Mieten für die Nutzer. Das Ergebnis war in drei neuen Ausstellungen ab September 2012 zu sehen.“    

Christian Kerez (* 1962 in Maracaibo, Venezuela) ist ein Schweizer Architekt. Er diplomierte 1988 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich bei Miroslav Šik und Fabio Reinhart. Danach arbeitete er von 1991 bis 1993 bei Rudolf Fontana, ehe er sein eigenes Büro in Zürich eröffnete. Neben seiner Arbeit als Architekt war er auch als Fotograf tätig. 2001–2003 lehrte er als Gastdozent an der Eidgenössischen Technischen Hochschule. 2003 wurde er Assistenzprofessor (Tenure Track) und 2008 ordentlicher Professor für Architektur und Entwurf an der ETH. Er ist Mitglied des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins. 2007 wurde Kerez’ Entwurf des Museums für Moderne Kunst in Warschau mit dem 1. Preis ausgezeichnet.